Handakupunktur

Die koreanische Handakupunktur basiert auf der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Sie wurde 1972 von Dr. Yoo in Korea entwickelt. Er beschrieb auf den Oberflächen der Hände Reflexzonen, ähnlich wie bei der Ohrakupunktur, die bestimmten Organen zugeordnet werden. Die auf den Händen über Reflexzonen abgebildeten Organe des Körpers reagieren auf äußere Reize der entsprechend behandelten Punkte. Über diese Akupunkturpunkte und Meridiane der Hand sollen durch Reizung dieser Punkte Körperfunktionen beeinflusst werden.

Ohrakupunktur

Die Ohrakupunktur zeichnet sich als ganzheitliche Therapieform aus. Sie ist vielseitig einsetzbar und wird in der Regel gut vertragen. Sie wurde schon im Altertum, z.B. zur Schmerzlinderung eingesetzt. Erste Erwähnung fand diese Diagnose- und Therapieform in alten chinesischen Schriften, die ca. im 1. Jahrhundert vor Christus aus China sowie aus dem alten Ägypten überliefert wurden. Grundidee der Ohrakupunktur ist, dass die Oberfläche der Ohren das mikroskopische Abbild des Körpers und seiner Organe widerspiegelt. Jedes Organ kann über Reflexzonen einem korrespondierenden Punkt zugeordnet werden. Werden diese Punkte durch physikalische Einflüsse (z.B. Akupunkturnadeln oder Laserenergie) gereizt, soll das entsprechende erkrankte Organ oder der Körperteil therapeutisch beeinflusst werden. Mitte des 20. Jahrhunderts begründete der französische Arzt Paul Nogier (1908-1996) neben der traditionellen Chinesischen Ohrakupunktur eine weitere Form der Ohrakupunktur, die sich z.B. in der Punktelokalisation unterscheidet. 

Bei beiden Therapieformen sind in der Regel mehrere Sitzungen (6-10 Einzelsitzungen) erforderlich.

Anwendungsbeispiele:

  • Atemwegserkrankungen
  • Erkrankungen der Haut (z.B. Schuppenflechte, Neurodermitis)
  • Erkrankungen des Bewegungsapparates (z.B. Arthrose, Arthritis)
  • funktionelle Herz- Kreislauferkrankungen (ohne organische Ursache)
  • Lebererkrankungen
  • Magen- Darmerkrankungen (z.B. Reizdarm)
  • Schmerzzustände (z.B. Kopfschmerz, Nervenschmerzen) 
  • Stoffwechselerkrankungen (Diabetes, Schilddrüse, Gicht)
  • Wechseljahrbeschwerden

Hinweis zum Heilmittelwerbegesetz (§3 Nr.1, Nr.2): Die dargestellten Behandlungsmethoden beschreiben Verfahren aus dem Bereich der alternativen Medizin. Nicht alle diese Verfahren sind wissenschaftlich anerkannt. Die hier gemachten Aussagen über Eigenschaften, Wirkungen und Indikationen beziehen sich auf Erkenntnisse und Erfahrungen, die durch Anwendung der Therapiemethoden an sich erlangt wurden. Die Behandlungen bedeuten keine Heilversprechungen.